Es sind mittlerweile zahlreiche (WLAN-)Router erhältlich, die sich mit einer alternativen Firmware ausrüsten lassen.
Allen voran sei hier Linksys genannt. Der bekannteste Router von Linksys der WRT54 ist auch der Namensgeber der Projekte OpenWRT und DD-WRT. Aber auch andere Hersteller wie Buffalo, Asus oder Netgear bieten das eine oder andere kompatible Gerät an.
Eine Liste mit kompatiblen Routern gibt es auf der Webseite des Projekts http://www.dd-wrt.com/
Diese Anleitung hat für meinen Router funktioniert und für die allermeisten anderen User von DD-WRT hat das Upgrade auch einwandfrei funktioniert. Das heißt aber nicht, dass nicht trotzdem etwas daneben gehen kann.
Für den Erfolg des Upgrades wird keine Garantie übernommen. Falls der Router gebrickt wird oder sonst etwas daneben geht, trägt man selbst dafür die Verantwortung.
Alle die dieser Anleitung folgen arbeiten auf eigenes Risiko!
Die zum Test von DD-WRT verwendete Hardware ist der WLAN-Router WRT150N von Linksys.
Die Firmware-Aktualisierung, auf die Version DD-WRT v24-sp1, in den drei Varianten mini, std und vpn, hat einwandfrei funktioniert.
Das Upgrade ist sowohl durch den ungleich größeren Funktionsumfang, als auch durch die wesentlich bessere Qualität der Software und Benutzeroberfläche in jedem Fall empfehlenswert.
Bevor mit dem Upgrade begonnen wird, muss von einem PC aus, über das Netzwerk, auf den Router zugegriffen werden können. Die voreingestellte Netzwerkadresse bei Routern von Linksys ist 192.168.1.77. Genauere Informationen dazu sollte auch die Bedienungsanleitung (ev. als PDF-Datei auf der mitgelieferten DVD) liefern.
Am besten ist eine direkte Netzwerkverbindung mit einem ausgekreuzten Netzwerkkabel, mit dem zwei Netzwerkgeräte direkt (ohne Router) miteinander verbunden werden können. Alle anderen Geräte sollten zur Sicherheit vor dem Upgrade vom Router getrennt werden. Das Betrifft auch WLAN-Clients.
Es gibt für jeden Router-Typ eigene Anleitungen zum unbricking des Routers. Dazu einfach eine Google-Suche für den jeweiligen Router durchführen.
Um das Upgrade auf eine alternative Firmware möglichst sicher durchzuführen, sollte zuerst ein Firmwareupgrade auf die neueste Version durchgeführt werden.
Das Upgrade kann im Allgemeinen von der Webseite des Herstellers heruntergeladen werden. Das Upgrade kann einfach über den jeweiligen Punkt im Webinterface durchgeführt werden.
Zur Vermeidung von Inkompatibilitäten muss vor dem Einspielen einer alternativen Firmware der Router auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden.
Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:
192.168.1.77.
Laut den Anweisungen der Projekt-Webseite ist es notwendig für die meisten Router zunächst die mini oder micro Version von dd-wrt zu installieren. Welche Versionen bei den jeweiligen Routern benötigt werden, ist in der Routerdatenbank auf der Webseite des Projekts nachzulesen.
Herunterladen der neuesten Version von DD-WRT vom Typ mini oder micro von der Webseite des Projekts.
Wiederum über das Webinterface kann nun die mini-Version (bei manchen Routern ev. auch die micro-Version) von DD-WRT auf dem Router installiert werden. Damit ist bereits eine stabile Version von DD-WRT am Router installiert.
Danach kann man sich bereits im Webinterface Anmelden. Die Logindaten für Benutzername/Passwort sind root/admin
Falls gewünscht kann nun ein weiteres Upgrade auf std, vpn oder einen weiteren Firmware-Typ durchgeführt werden. Die Firmware-Typen unterscheiden sich vor allem in Softwareausstattung und Größe des Images.
Der VPN-Typ ist empfehlenswert, wenn der Router als openVPN-Gateway eingesetzt werden soll.
Das Upgrade funktioniert wieder über das Webinterface wie auch in Schritt 3.
Zum Abschluss der Installation wird wieder empfohlen einen Hard-Reset (über das Webinterface oder mittels 30-30-30-Reset) durchzuführen.
Nach dem Neustart kann nun der Router an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Vor allem die Netzwerkeinstellungen und die Aktivierung das WLAN (inklusive Verschlüsselung) müssen konfiguriert werden.
Die folgenden Netzwerkdienste die über die Standardeinstellungen hinausgehen können am Router verwendet werden.
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