Die Dateisysteme unter Linux werden üblicherweise regelmäßig beim Systemstart auf Fehler überprüft. Welche Dateisysteme überprüft werden steht dabei in der Datei /etc/fstab.
Dieser Artikel beschreibt wie Partitionen, die nicht automatisch gemountet werden, manuell überprüft werden können. Weiters wird beschrieben wie ein Dateisystemtest beim nächsten Systemstart manuell angestoßen werden kann.
Dateisysteme unter Linux können nicht überprüft werden wenn sie gemountet (ins Dateisystem eingebunden) sind. Für eine Überprüfung muss die Partition daher zunächst aus dem Dateisystem ausgehängt werden. Dies ist für alle Partitionen außer der Root-Partition (/) grundsätzlich möglich.
Die Root-Partition kann nur beim Systemstart überprüft werden. Dies geschieht normalerweise in regelmäßigen Abständen.
Um ein nicht gemountetes Dateisystem manuell zu überprüfen kann der Befehl fsck verwendet werden. Dem Befehl muss zumindest der Dateisystemtyp und das zu überprüfende Device übergeben werden.
$ fsck -t <fstype> <device>
Weitere Details zum Befehl und die unterstützten Dateisystemtypen stehen in der Man-Page zu fsck.
Für bestimmte Dateisysteme gibt es auch noch die Kurzform des Befehls nach dem Schema fsck.<fstype>. So kann beispielsweise eine Partition mit dem ext3-Dateisystem wie folgt überprüft werden
$ fsck.ext3 /dev/sda5
Um die gemounteten Dateisysteme beim nächsten Systemstart automatisch überprüfen zu lassen, gibt es zwei Möglichkeiten.
Bei einem Neustart des Systems mit shutdown kann der Parameter -F angegeben werden. Dadurch wird fsck beim nächsten Systemstart automatisch ausgeführt. Der Befehl für den Neustart lautet:
$ shutdown -rF now
Sobald die Datei /forcefsck beim booten existiert wird fsck ausgeführt und die gemounteten Partitionen überprüft. Nachdem diese Datei angelegt wurde
$ su $ cd / $ touch forcefsck
kann zu einem beliebigen Zeitpunkt das System neu gestartet werden. Dann wird automatisch der Dateisystemtest ausgeführt.
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