Installation und Konfiguration von Debian - Etch und Debian - Lenny
Durchführen der Standarinstallation mittels Boot-CD und Netzwerks-Mirror
Um eine neuere Version von Debian-Paketen installieren zu können muss zunächst die Zeile
deb http://www.backports.org/debian etch-backports main contrib non-free
Um eine neuere Version von Debian-Paketen installieren zu können muss zunächst die Zeile
deb http://www.backports.org/debian lenny-backports main contrib non-free
in die Datei /etc/apt/sourses.list eingetragen werden. Danach die Befehle
$ apt-get update $ apt-get install debian-backports-keyring
ausführen. Mit dem Befehl
$ apt-get -t etch-backports install <package>
kann dann die jeweils aktuellste Version installiert werden.
Aus Sicherheitsgründen ist auf jeden Fall ein Benutzer einzurichten, der keine root-Rechte besitzt. Dadurch können folgenschwere Fehleingaben vermieden werden.
Standardmäßig sollte ein Benutzer administrator angelegt werden, der über sudo Befehle mit root-Rechten ausführen kann.
Dazu muss das Paket sudo installiert werden und danach in der Datei /etc/sudoers die folgende Zeile hinzugefügt werden.
administrator ALL=(ALL) ALL
Bei der Standardinstallation fehlen noch ein paar Pakete die zuerst nachinstalliert werden müssen:
$ apt-get install openssh-server joe
dpkg-reconfigure locales erneut durchgeführt werden.$ apt-get install build-essential
Falls das Netzwerk nicht über DHCP konfiguriert werden soll, müssen folgende Änderungen durchgeführt werden.
In der Datei /etc/network/interfaces die Zeilen
allow-hotplug eth0 iface eth0 inet dhcp
löschen oder auskommentieren und die folgenden Zeilen hinzufügen:
auto eth0 iface eth0 inet static address 192.168.YY.XXX netmask 255.255.255.0 network 192.168.YY.0 broadcast 192.168.YY.255 gateway 192.168.YY.1
Die Platzhalter YY sind durch das Subnetz und XXX durch die IP-Adresse der Netzwerkkarte zu ersetzen.
Bei Problemen mit der Namensauflösung müssen die entsprechenden Name-Server in die Datei /etc/resolve.conf eingetragen werden.
Die Änderungen werden durch ausführen des Befehls
$ /etc/init.d/networking restart
übernommen.
Auf Wunsch können folgende Alias-Definitionen in ~/.bashrc hinzugefügt werden.
export LS_OPTIONS='--color=auto' eval "`dircolors`" alias ls='ls $LS_OPTIONS' alias ll='ls $LS_OPTIONS -l' alias la='ls $LS_OPTIONS -lA' alias ..='cd ..' alias ...='cd ../..'
Alle Änderungen werden nach einer erneuten Anmeldung übernommen.
Da NTP bereits installiert ist, sollte es beim Systemstart automatisch gestartet werden und die Zeit mit Zeitservern im Internet automatisch abgleichen.
Um sicher zu gehen, dass die der Dienst richtig initialisiert ist, sollte vor dem starten des NTP-Daemons folgender Befehl ausgeführt werden, um die lokale Zeit richtig zu setzen.
$ ntpdate pool.ntp.org
Änderungen im NTP können in der Datei /etc/ntp.conf eingestellt werden. So kann ein lokaler NTP-Server eingestellt bzw. NTP im Servermodus betrieben werden.
Dennoch kann es notwendig sein mittels tzconfig die Zeitzone zu ändern.
Da die Zeit der DomUs mit der Zeit aus der Dom0 synchronisiert wird, braucht hier der NTP-Daemon nicht gestartet werden. Es kann aber dennoch sein, dass die Zeitzone nicht korrekt ist. Das kann durch folgende Befehle korrigiert werden:
$ rm /etc/localtime $ ln /usr/share/zoneinfo/Europe/Vienna /etc/localtime
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