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Debian Installation

Installation und Konfiguration von Debian - Etch und Debian - Lenny

Installation

Durchführen der Standarinstallation mittels Boot-CD und Netzwerks-Mirror

Konfiguration

Neuere Version installieren

Debian Etch

Um eine neuere Version von Debian-Paketen installieren zu können muss zunächst die Zeile

deb http://www.backports.org/debian etch-backports main contrib non-free

Debian Lenny

Um eine neuere Version von Debian-Paketen installieren zu können muss zunächst die Zeile

deb http://www.backports.org/debian lenny-backports main contrib non-free

Paketaktualisierung

in die Datei /etc/apt/sourses.list eingetragen werden. Danach die Befehle

$ apt-get update
$ apt-get install debian-backports-keyring

ausführen. Mit dem Befehl

$ apt-get -t etch-backports install <package>

kann dann die jeweils aktuellste Version installiert werden.

Benutzer

Aus Sicherheitsgründen ist auf jeden Fall ein Benutzer einzurichten, der keine root-Rechte besitzt. Dadurch können folgenschwere Fehleingaben vermieden werden.

Standardmäßig sollte ein Benutzer administrator angelegt werden, der über sudo Befehle mit root-Rechten ausführen kann.

Dazu muss das Paket sudo installiert werden und danach in der Datei /etc/sudoers die folgende Zeile hinzugefügt werden.

administrator ALL=(ALL) ALL

Pakete nachinstallieren

Bei der Standardinstallation fehlen noch ein paar Pakete die zuerst nachinstalliert werden müssen:

$ apt-get install openssh-server joe

Zusätzliche Pakete

  • Falls LVM verwendet werden soll (z. B. für den Einsatz von Debian in der Domain0) muss das Paket lvm2 ebenfalls installiert werden.
  • In Kombination mit LVM und der Möglichkeit die Größe von Logical Volumes zu verändern ist das Paket ext2resize zumindest für die Dom0 empfehlenswert.
  • Für die Dom0 (DomUs brauchen keine extra Zeitsynchronisation) ist es zudem empfehlenswert die Systemzeit über das Netzwerk zu synchronisieren. Die notwendigen Pakete heißen ntp ntp-simple ntpdate.
  • Eventuell kann es notwendig sein die Sprachunterstützung nachzuinstallieren. Dazu wird das Paket language-env benötigt. Die Konfiguration der Systemsprache kann mittels dpkg-reconfigure locales erneut durchgeführt werden.
  • Zum kompilieren von Kernel-Modulen können alle nötigen Tools mittels folgendem Befehl installiert werden:
$ apt-get install build-essential

Konfiguration des Netzwerks

Falls das Netzwerk nicht über DHCP konfiguriert werden soll, müssen folgende Änderungen durchgeführt werden.

In der Datei /etc/network/interfaces die Zeilen

allow-hotplug eth0
iface eth0 inet dhcp

löschen oder auskommentieren und die folgenden Zeilen hinzufügen:

auto eth0
iface eth0 inet static
  address 192.168.YY.XXX
  netmask 255.255.255.0
  network 192.168.YY.0
  broadcast 192.168.YY.255
  gateway 192.168.YY.1

Die Platzhalter YY sind durch das Subnetz und XXX durch die IP-Adresse der Netzwerkkarte zu ersetzen.

Bei Problemen mit der Namensauflösung müssen die entsprechenden Name-Server in die Datei /etc/resolve.conf eingetragen werden.

Die Änderungen werden durch ausführen des Befehls

$ /etc/init.d/networking restart

übernommen.

Aliase definieren

Auf Wunsch können folgende Alias-Definitionen in ~/.bashrc hinzugefügt werden.

export LS_OPTIONS='--color=auto'
eval "`dircolors`"
alias ls='ls $LS_OPTIONS'
alias ll='ls $LS_OPTIONS -l'
alias la='ls $LS_OPTIONS -lA'
alias ..='cd ..'
alias ...='cd ../..'

Alle Änderungen werden nach einer erneuten Anmeldung übernommen.

Zeit einrichten

Da NTP bereits installiert ist, sollte es beim Systemstart automatisch gestartet werden und die Zeit mit Zeitservern im Internet automatisch abgleichen.

Um sicher zu gehen, dass die der Dienst richtig initialisiert ist, sollte vor dem starten des NTP-Daemons folgender Befehl ausgeführt werden, um die lokale Zeit richtig zu setzen.

$ ntpdate pool.ntp.org

Änderungen im NTP können in der Datei /etc/ntp.conf eingestellt werden. So kann ein lokaler NTP-Server eingestellt bzw. NTP im Servermodus betrieben werden.

Dennoch kann es notwendig sein mittels tzconfig die Zeitzone zu ändern.

DomUs richtig einstellen

Da die Zeit der DomUs mit der Zeit aus der Dom0 synchronisiert wird, braucht hier der NTP-Daemon nicht gestartet werden. Es kann aber dennoch sein, dass die Zeitzone nicht korrekt ist. Das kann durch folgende Befehle korrigiert werden:

$ rm /etc/localtime
$ ln /usr/share/zoneinfo/Europe/Vienna /etc/localtime

Siehe auch


Netzwerkdienste unter Linux

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linux/debian-installation.txt · Zuletzt geändert: 2010/03/01 22:03 (Externe Bearbeitung)
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