Mit XEN-Tools können auf einfache Art virtuelle Maschinen verwaltet werden. Hauptsächliches Anwendungsgebiet ist die Erstellung neuer virtueller Maschinen. Falls nicht anders im Befehl definiert nimmt XEN-Tools die Standardparameter aus einer Konfigurationsdatei. Dadurch können die Befehle einfach gehalten werden.
In /etc/xen-tools/xen-tools.conf werden Standardeinstellungen definiert, die beim Aufruf von xen-create-image übernommen oder neu definiert werden können.
Sinnvoll ist es die folgenden Parameter auf Standardwerte zu setzen:
Für 64-Bit Systeme ist es sinnvoll die gewünschte Prozessor-Architektur der DomUs anzugeben. Das kann in der Konfigurationsdatei /etc/xen-tools/xen-tools.conf oder als Parameter von xen-create-image durch den Parameter arch erfolgen.
Mit dem Befehl
$ xen-create-image --hostname=<hostname> [weitere Parameter]
kann eine neue virtuelle Maschine erstellt werden. In der Folge werden einige Parameter dieses Befehls genauer beschrieben.
Da die DomUs vorwiegend als Server eingesetzt werden, ist es wichtig die Netzwerkadresse statisch zu definieren. Am einfachsten erfolgt das durch Angabe des Parameters
$ ... --ip=192.168.X.X
beim Aufruf von xen-create-image. Ebenfalls soll der Hostname beim Erstellen eines neuen Images mit dem Parameter
$ ... --hostname=<hostname>
gesetzt werden.
Die einfachste Methode eine neue DomU zu installieren ist Debootstrap zu verwenden. Dadurch wird ein neues Betriebssystem aus den Paketquellen neu installiert. Die Konfigurationsdatei von XEN-Tools sollte so eingerichtet sein, dass standardmäßig die Installation mittels Debootstrap durchgeführt wird.
Eine weitere Möglichkeit, ist eine bereits zuvor durchgeführte Installation als Quelle mit dem folgenden Parameter zu Verwenden. Möglich ist dabei die virtuelle Maschine aus einem Verzeichnis (Installations-Methode copy) oder aus einem .tar-Archiv zu übernehmen (Installationsmethode tar). Die dazu notwendigen Parameter lauten:
$ ... --install-method=[tar|copy] $ ... --install-source=<Verzeichnis oder .tar-Archiv>
Dadurch können auch vorkonfigurierte DomUs sehr schnell zum Einsatz gebracht werden.
Wenn eine virtuelle Maschine in eine DRBD-Ressource installiert werden soll kann das mit folgendem Parameter erreich werden:
$ ... --image-dev=/dev/drbdX
disk = [ 'drbd:<resource-name>,sda1,w' ]
Alle Dateien im Verzeichnis /etc/xen-tools/skel werden auf die neue Gastmaschine in jedes Benutzerverzeichnis kopiert. Das bietet die Möglichkeit Grundeinstellungen vorzukonfigurieren oder Public-Keys für die ssh-Authentifizierung zu verteilen.
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